Prag Eintrag 4, So. 23:53, wieder im Hostel.

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An meinem rechten Fuß scheint sich unter dem Ballen dann doch eine Blase zu bilden. Interessanterweise sind die Fersen noch völlig in Ordnung.

Den Geocache in der Hand des Bärtigen habe ich vorhin geborgen. Es ist eine Filmdose, deren Inhalt ich hier nicht preis gebe.

Mit der Metro wollte ich dann bis Malostranska fahren, verpaßte das doch und war wieder auf dem Hracin. Ein paar Fotos habe ich dann noch gemacht, bin dann doch wieder runter und lief und lief und lief durch die Stadt. Also soo überragend ist die Karlsbrücke dann auch nicht. Es ist eine Kreuzung der Dresdner Augustusbrücke mit den Statuen der römischen Engelsbrücke.

Gegen Mitternacht werden hier wirklich die Fußwege eingeklappt. Nur Casinos und Discos mit zwielichtigen Türstehern, die einen einfangen wollen, waren noch offen. Dann sind da noch diese seltsamen Gestalten, deren Geschäfte man sehr schnell zu ignorieren lernt. Da war dieser muskulöse Typ, der sich vor dem Bettler aufbaute, ihn immer wieder auf die Schulter tätschelte, bis der in sich zammengesunkenen Bettler ihm das Geld übergab. Dass der Typ auch heftig zuschlagen kann und es auch mit freuden tun würde, war offensichtlich.

Diese Leute stehen in den Bereichenzwischen den Kristallwarenläden. Swarowski ist hier so verbreitet wie Starbucks und McDonalds zusammen.

Das Pärchen im Zimmer stellte sich vorhin noch als aus Weißrussland kommend vor. Erklärt das, warum sie eine fast leere Becherovka neben dem Bett stehen hatte, und hin und wieder einen Zug nahm?

Zug... Die Metro erinnert mich an Bilder aus Moskau, und an welche aus Paris. Es ist eine Bahn tief unter der Erde, nicht wie in Berlin, wo sie direkt unter der Straße liegt.
Es kommt immer zuerst ein leichter Luftzug, der sich dann, verbunden mit einem Grummeln in den Tunneln, zu einem heftigen Wind verstärkte. So kündigt sich der kommende Zug an.

Die Frau für das vierte Bett traf ich eben auch schon. Da die beiden Weißrussen morgen zeitig aufstehen werden und nun schon im Bett liegen, waren wir leise. So kam es nicht zu einem Gespräch.
Und jetzt, wo ich das hier, auf einem Stuhl der Raucherecke eines Flures, tippe, ist sie wieder weg.

Der Tag war lang genug, ich geh ins Bett.

Prag Eintrag 4, So. 23:53, wieder im Hostel.

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