Es ist Herbst

Es ist Herbst

Es ist wohl nun doch Herbst. Es nieselt draußen unaufhörlich. Die Wettervorhersage spricht für einen Schneeschauer am Mittwoch. Die Bäume werden bunt und die Pilze sprießen aus dem Boden. Letztes Wochenende war ich mit Freunden in der sächsischen Schweiz. Schön war es, der Augenblick günstig. Wer kann, sollte demnäch mal hin.

Windows7 per Tastatur

nette kleine Helferlein

Auf diesem meinen Netbook läuft die Windows7 Beta. Und es ist toll!
Die Bedienung ist durchdacht und intuitiv und die Tastatursteuerung ausgezeichnet.

Win+ Pfeil nach oben: das aktuelle Fenster wird Vollbild
Win + Pfeil nach unten: War das Fenster Vollbild, ist es jetzt wieder normal. War es normal, wird es minimiert.
Win + Pfeil nach links: Das aktuelle Fenster bekommt den linken halben Bildschirm.
Win + Pfeil nach rechts: hatte das Fenster den linken halben Bildschirm, kommt es jetzt wieder zu seiner vorherigen Größe in die Mitte. War es dort, bekommt es den rechten halben Bildschirm.

Operator auf der Nebukadnezar

Jetzt ist eine der Einschränkungen des Netbooks sein kleiner Bildschirm. Zuhause steht hier ein 19" TFT herum, den ich gegebenenfalls anschließen kann. Win+P bringt ein Auswahlfenster herauf, bei dem ich zwischen Monitor only, Duplicate, Extend und Projektor only wählen kann. Die relative Position beider Monitore kann ich in den Bildschirmeinstellungen festlegen. Momentan steht der kleine Monitor unterhalb des großen und so komme ich auf den oberen Monitor wenn ich den kleinen mit der Maus nach oben verlasse. So wie ich es mir wünsche.

Das Fenster verschieben ist wirklich durchdacht. Die Windows + Pfeil nach links / rechts funktionieren auch über mehrere Bildschirme.
Mit mehrmaligem drücken verhält sich das Fenster wie folgt:

normal Bildschirm 1 -> rechte Hälfte Bildschirm 1 -> linke Hälfte Bildschirm 2 -> normal Bildschirm 2 - > rechte Hälfte Bildschirm 2 -> linke Hälfte Bildschirm 1 -> normal Bildschirm 1

Sehr praktisch finde ich das.

nochmal Fenstergrößen

Doppelklick mit der Maus auf die Kopfzeile eines Fensters maximiert es wie gewohnt. Klicke ich jedoch doppelt auf den oberen Außenrand, dort wo ich sonst die Höhe des Fensters wählen kann, wird das Fenster auf volle Bildschirmhöhe bei bisheriger Breite vergrößert.

Wie komme ich zum gewünschten Programm.

Ein Weg ist Alt+Tab. WindowsXP zeigte hier schnell die Programmicons und deren Bezeichnung. Vista zeigte kleine Vorsichtfenster, die nicht zu gebrauchen waren (und durch einen Registryeintrag durch die alte Ansicht ersetzt werden kann). Windows7 zeigt wie Vista die kleinen Vorschaufenster. Wenn ich jedoch bei einem Fenster verharre, werden alle großen Fenster auf dem Bildschirm bis auf den Rahmen transparent und das zum Icon gehörige Fenster wird angezeigt, drücke ich jetzt erneut den Tabulator werden die kleinen Icons und das jeweils gewählte Fenster angezeigt.
Zusätzlich zu XP (und wie bei Vista mit Voranschau) gibt es auch ein Icon des Hintergrundbildes, das, wenn man es wählt, alle Fenster minimiert.
Win+Tab gibt es wie bei Vista immer noch, ist aber immer noch überflüssig.

Bei XP konnte ich nach dem Drücken und loslassen von Win mit dem Tabulator zu der Schnellstartleiste springen und dort mit dem Cursor navigieren. Bei Vista ging das nicht mehr.
Bei Windows7 gibt es keine Schnellstartleiste mehr. Programme können jedoch an die Taskleiste angepinnt werden. Sind sie geschlossen wird ihr Icon angezeigt. Werden sie geöffnet, wird es hervorgehoben, wird breiter und bekommt den Fenstertitel als Beschriftung. Damit ist bei mir immer der Explorer (für mich erst ab Win7 wirklich nutzbar) (Win+e) immer auf Platz 1, der Musikplayer ist immer auf Platz 2, der Firefox immer auf Platz 3 und das Mailprogramm immer auf Platz 4. Was danach kommt ist von der Tagesform abhängig.
Wie komme ich nun aber zum aktuell geschlossenen Musikplayer, der dann bei Alt+Tab nicht auftaucht.
Er ist immer auf Platz 2. Win+2 startet den Player.

Was ist wenn ich aber mehrere Firefoxfenster habe?

Bei XP lagen alle Fenster nebeneinander in der Taskleiste. Bei Vista wurden sie gruppiert und nur ihr Name verriet welche Instanz sie sind.
Bei Win7 werden sie ebenfalls gruppiert. Die Stapel zeigen die Anzahl ihrer Fenster an. Liegt der Cursor über dem entsprechenden Stapel werden alle dazugehörigen Vorschaufenster über der Taskleiste angezeigt. Schiebe ich meine Maus auf eines dieser Vorschaufenster, werden wie bei Alt+Tab alle anderen Fenster transparent und nur das gewählte wird angezeigt.
Damit kann ich in das Mailprogramm schauen, ob eine neue Mail da ist, und wieder zum letzten Programm zurück kehren, ohne das ich einmal hätte klicken müssen.

Und mit der Tastatur?

Genau so.

Will ich zum Firefox auf Position 3, klicke ich Win+3, will ich zu dessen 2. Fenster, klicke ich Win(+3+3). Momentan schreibe ich diesen Text als Mailentwurf. Das Mailprogramm liegt auf Position 4. Die Reihenfolge im Stapel ist unveränderlich, weder von Windows noch von mir (ja nagut, was solls, damit kann ich leben). Damit ist das Mailprogramm immer das erste im Stapel und der erste Mailentwurf immer das 2. Fenster im Stapel.
Von hier zum 2. Firefoxfenster und zurück wäre dann Win(+3+3+4+4).
Merken muss ich mir das nicht (kann es aber). Ich kann ja Win klicken um mir die bei mir standartmäßig ausgeblendete Taskleiste zeigen zu lassen, und dann sehe ich den VLC auf Position 7.

Es sind Angebote

Man muss ja nicht unbedingt mit Win(+7+7+7+7+7) in die 5. Instanz des manchmal offenen Videoplayers springen. Es gibt da ja noch die Maus, oder das Touchpad, oder den Touchscreen (oder die verbesserungswürdige Spracherkennung). Aber es geht. Die Option ist da und leicht benutzbar.

Was fehlt?

Jetzt wäre es noch schön weitere Shortcuts mit Win und Fn selbst belegen zu können. Es sind noch so viele frei. Die Musikplayertasten fehlen z.B. noch.
Aber ansonsten fehlt mir überraschender Weise gerade.... nichts.

Aus welchem Grund entwickelt sich Deutschland zum Polizeistaat?

Das sich das Land verwandelt sehe ich zum Beispiel an den zwei Polizisten, die hier auf dem Bahnhof herumlungern. Blau sieht nicht besser als grün aus. Wieso hat der breitere von beiden aber dieses mächtige Gewehr schussbereit vor sich hängen. Hat ihm die Pistole, die er ebenfalls noch trägt nicht gereicht? "Dein Freund und Helfer" sollen sie sein. Bei welchem Anliegen hilft mir diese nonverbale Mordandrohung? Meine Freunde sind da etwas pazifistischer.

Stark bewaffnete Polizisten in Israel und Palestina kann man auf hin und wieder gewalttätige Handlungen schieben, wobei auch da die Frage steht, was hier Ursache und was Wirkung ist. Doch wo liegt die Rechtfertigung für diese auf Einschüchterung ausgelegte Ausstattung?
Es gab hier in Dresden in den letzten 50 Jahren keine Anschläge. Selbst die letzte Revolution lief friedlich ab. Prügelleien im Stadion sind mit Gewehren auch weder zu verhindern noch zu beenden.
Laut Grundgesetz obliegt den Vertretern des deutschen Staates das Gewaltmonopol. Das heißt aber noch lange nicht, das es auch genutzt werden sollte.

Diese Entwicklung gefällt mir überhaupt nicht. War nicht auch in Diskussion doch bitte die Bundeswehr auch im Inneren einsetzen zu dürfen?

Anfänglich klagte der betroffene Teil der Gesellschaft noch über die Einschränkung der Pressefreiheit und Ausweitung der Zensur in China.
Der Bundestag beschloss äquivalente Maßnahmen für Deutschland. Die zeitgleich laufende Petition mit 130000 Unterschreibern, die Zensur nicht zu beschließen, wurde einfach ignoriert.
Sicherlich sind die Sperren momentan leicht zu umgehen und die Zielgruppe sind sowieso nur die bösen bösen Kinderpornographen. Ihre Missetaten wird durch die "Zugangserschwernis" nicht verhindert. Man könnte meinen das das auch gar nicht das Ziel ist, geben sie doch ausgezeichnete Sündenböcke ab, herrlich dazu geeignet bei der Gesellschaft Gefühle zu wecken. Einem aufgewühlten Bürger braucht man keine plausiblen Erklärungen mehr liefern.
Es ist aber auch nur ein Beginn. Die Mittel werden nach und nach wirksamer und die Zielgruppe wird derweil ausgeweitet. Die ursprünglich für LWK Maut auf Autobahnen gedachten Anlagen werden in Kürze ebenso zur polizeilichen Fahndung verwendet. Entsprechende Verhandlungen laufen. Damit werden auf der Suche nach wenigen Gesuchten erstmal alle (so richtig alle. 100%) Autofahrer unter Verdacht gestellt.
Es hat doch kein Amt etwas anzugehen wohin ich fahre.

Die Vorratsdatenspeicherung gibt es auch noch. Ein halbes Jahr werden die Verbindungen aller meiner Telefonanrufe, bei Mobiltelefonen auch der jeweilige Standort, aufgerufene Internetseiten und die Adressen verschickte Mails gespeichert, um sie bei Interesse einsehen zu können.
Würden damit nicht Kosten auf die Zugangsprovider zukommen, wäre sie ebenso schon umgesetzt.

Viel ist dann weder vom Briefgeheimnis noch von der Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung übrig. In dubio pro reo ist ebenfalls hinfällig.

Seit dem 01.10.2007 kann ein Angeklagter auf Grund des RIPA-Gesetzes zu 2-5 Jahren Haft verurteilt werden, wenn er sich weigert Passworte zu verschlüsselten Daten heraus zu geben. Soweit sind wir schon EU, das deutsche Richter diesen Beschluss neugierig verfolgt haben.

Vollständig auf "die da oben" will ich es nicht schieben. Immerhin wählen die Menschen immer noch und immer noch das Gleiche. Sie akzeptieren die Situation. Wo aber liegt die Triebfeder für diese Entwicklung. Irgendwer muss doch Nutzen daraus ziehen. Selbst Schäuble ist nur ein Einzelner (wenn auch mit posttraumatischem Stresssyndrom) und offizieller Sündenbock.
Gibt es eine Lösung ganz ohne Verschwörungstheorie?

Die Wolke im Wohnzimmer - Teil 2

Früher wie heute sind Computer begehbar.

War es früher das Mainboard, das sich über mehrere Räume erstreckte, so ist es heute die Peripherie, die uns umgibt.

Im ersten Teil spekulierte ich über Benutzeroberflächen und die Verteilung von Daten. Danach ging ich in die Badewanne und träumte noch etwas weiter.
Secondlife wird doch noch fürs First Life nützlich, wenn das Wohnzimmer zum Holodeck wird.

Den Punkt das mein Handy der Schlüssel zu meinen Daten wird muss ich revidieren. Er wird ein Schlüssel. Einer von vielen möglichen.
So sehr Datenschützer auch trauern werden, wir selbst werden ein anderer Schlüssel. Der Zugang zum Netz ist überall. Dank preiswerter Herstellungsverfahren werden die meisten Oberflächen irgendwann zu Displays. Und sei es der Holzblock, der von einer gut verteilten Ansammlung von Beamern mit einem Interface versehen wird.

Will ich Informationen austauschen, kann ich jede Art von adressierbarem Objekt mit entsprechenden Zugangsdaten verknüpfen. Der Holzblock, dank seiner Maserung recht einmalig, kann selbst zwar keine Bilder speichern, kann aber sehr wohl andernorts als Schlüssel zu extern gespeicherten Daten verwendet werden.

Das Holodeck ist nahe!

OLEDs sind doch interessant. Angenehmerweise wird das gar nicht so stromintensiv wie befürchtet. Momentan strahlen hier Halogenlampen mit 45W und einem Wirkungsgrad von max 5% (Wirkungsgrade laut energieinfo.de). Mit OLEDs ist momentan ein Wirkungsgrad von 15% möglich. Damit sind das 15W für das Licht bei gleicher Helligkeit. Für einen nicht weiter steigenden Verbrauch wären da noch 30W für die Steuerung übrig.

Dieser Raum hier hat ~20 m² Grundfläche. Die Wandflächen plus Decke sind damit so etwa 70m². Mit der Pixeldichte heutiger Großfernseher (1080p auf 1,3m Diagonale) komme ich auf 2Megapixel/m² und damit 140MP insgesamt. Da bleibt jeweils 1/2 W/m² . Kürzlich stellte Samsung ein Handyprozessor basierend auf den ARM Cortex A8 vor, der 1080p Signale über hdmi ausgibt. Wenn es dann mal die OLEDs in der gewünschten Größe und Preis gibt, wird das beschicken mit Bildern auch machbar werden.

Schön das Hasslblad kürzlich eine 60MP Mittelformatkamera vorstellte http://www.heise.de/newsticker/Schwenken-erlaubt-Hasselblad-H4D-60-mit-neuer-Fokustechnik--/meldung/146088 . Damit gibt es sogar gleich etwas für die Wand. Alternativ gibt es noch http://www.gigapxl.org mit der 4 Gigapixelkamera und Viele viele Computerspiele.

Wie wäre es gegen Abend mit der Wohnung im Ozean zu versinken und den Raum in eine Tauchkugel zu verwandeln. Neben dem Sessel schwimmt langsam ein Blauwal vorbei. Ein Schwarm kleiner bunter Fische wuselt durch die Gegend. Und an dem Bücherregal, das nur noch aus alter Gewohnheit dort steht, wachsen die ersten Korallen fest.

Fand es vor kurzem die ältere Generation noch sehr fragwürdig, wieso man in Second Life echtes Geld für virtuelle Bilder in seinem virtuellen Haus ausgibt, bekommt man dann in Kürze eine gute Auswahl hochauflösender Bilder und Szenerien für die Wohnung gegen gutes Geld.
Auch hier erfolgt die Vergütung nicht anhand der Produktionskosten der Ware sondern für die Entwicklung des Produkts.

Es wird ein Holodeck für Stubenhocker.

Es gibt da zwar diese Entwicklung des rollenden Fußbodens, mit dem die Wand beim Gehen immer gleich weit weg bleibt.
In vielen Fällen dürfte es aber einfacher sein sich einfach in der Mitte in einen Sessel zu setzen und im Sitzen durch die Welt zu navigieren.

Gestern, im Foyer der Alten Meister im Dresdner Zwinger hing eine mitlerweile alte Werbetafel, die stolz verkündet, das der Zwinger nun auch bei Second Life erkundbar wäre (Da kam überhaupt erst die Erinnerung an diese Blase auf). Am Monitor ist das ja noch das eine. Wenn die Riesenbilder dann aber wirklich wandfüllend, ist das bestimmt beeindruckend. Und von außen sieht keiner, das man im Rollstuhl durch das Museum fährt.

Die Dicken bei Wall-e sehen plötzlich gar nicht mehr so abwegig aus.
Glücklicherweise werden uns die Geocacher retten. Raus gehen kann auch Spaß machen..

Die Wolke im Wohnzimmer

Teil 1 ist hier zu lesen. Wenige Stunden später folgte dann Teil 2.

Gerade sitze ich an meinem Schreibtisch. Der Browser und das Mailprogramm sehe ich auf dem 19" Monitor, der an das Netbook angeschlossen ist. Dessen 9" Display ist mit dem Musikplayer und dem Messenger gefüllt. An dessen Tastatur schreibe ich.
Statt dem klassischen Nebeneinander der Monitore steht der große logisch wie physisch über dem kleinen. Schön das das geht.

Wo führt das hin?

In letzter Zeit sind mir einige interessante Puzzlestücke über den Weg gelaufen. Da ist das Handy, das durch GPS seine globale Position auf dieser Welt und durch Lage- und Beschleunigungssensoren plus dazu gehöriger Kamera seine Lage hier im Wohnzimmer kennt.
Durch UMTS, WLAN und Bluetooth ist es mit allem und jedem Verbunden.

Dann ist da Tapete in Sicht, die mit OLEDs beschichtet ist. Im allgemeinen ist sie zur gleichmäßigen Beleuchtung gedacht, wird aber auch als Projektionsfläche funktionieren. Kombiniert mit dem Wii Headtracking ist das fantastisch.

Da gibt es noch diesen Glastisch, dessen gesamte Oberfläche ein Touchscreen ist, oder hier eine Multitouchkneipenbar

Da gibt es diesen Patentantrag zu einer Tastatur auf einem Touchscreen, die anhand der Lage der Handballen erkennt, wo der Nutzer die Tasten erwarten würde und sie dann dorthin projiziert.

Es gibt Versuche Tasten von Touchscreens erfühlbar zu machen. Luftpolster und Strom waren nur 2 Möglichkeiten.

Es wird spannend.

Mein Schlüssel zu meinen Daten wird mein Handy. Es wird natürlich mehr Rechenleistung als heute besitzen, aber das dürfte egal sein, die Kraft kann man auch anderswo stationieren. Ist mir das Display zu klein, schiebe ich das Fenster auf die Tapete. Da die Objekte ihre Position im Raum kennen, wird das Fenster dort angezeigt, wo ich es hin schiebe. Einfach so.
Ist mir nach Schreiben zu Mute, setze ich mich an den Schreibtisch und lege meine Hände auf die Tischplatte. Es erscheint eine Tastatur. Per Fingergeste kann ich auch eine Fläche aufspannen, in der alle offenen Programme angezeigt werden. Eine andere Fläche zeigt eine Miniatur der Wand, in der ich dann leichter die entfernten Fenster verschieben kann. Es steht nichts dagegen auch mehrere solche Miniaturscreens zu öffnen um mit mehreren Pointern zu agieren. Raumgreifende Gesten wie bei Minorityreport werden möglich sein, allerdings wäre ich im Wohnzimmer zu faul dazu. Eine Miniatur ist mir lieber.
Drag and Drop ist sehr praktisch. Ich lege mein Handy auf den Tisch und kann dann Tabs aus meinem Browser an der Wand zum Handy werfen um sie später, unterwegs geöffnet zu haben. In die umgekehrte Richtung geht das natürlich ebenso. Zum Dateien kopieren ist es jedoch einfacher den Explorer zu nutzen, der sich unter dem Handy auf dem Tisch öffnet. Bewege ich das Handy, bewegen sich alle dazu gehörigen Fenster. Nehme ich es vom Tisch weg, schließen sie sich.

Langfristig wird das hin- und herkopieren der Daten nicht mehr von meinem Handy zu seinem Handy geschehen. Eher werden mit dem verschieben der Dateien erst einmal Benutzerrechte verschoben. In einem zweiten weniger zeitkritischen Schritt werden im Hintergrund die Daten von seiner Cloud in meine Cloud kopiert.

Die Wände werden dann bestimmt auch Berührungssensitiv. Mit einer einfachen Geste kann ich die Beleuchtungsintensität steuern. Mit etwas mehr Laune kann ich die Wohnung gleich neu tapezieren z.b. mit einer Welt aus flickrbildern.

Piraten im Alaunpark

neues aus dem Alaunpark
heute: die Piraten sind da

Vor zwei Wochen traute ich meinen Augen kaum als ich die ersten Papierwahlplakate auf Presspappe von den Piraten sah. So richtig oldschool tauchen sie nun auch für die papierliebende Bevölkerung auf.
Vorgester überraschten sie mich noch etwas mehr, als sie vor dem Dresden Neustädter einen Stand aufgebaut hatten und zu dritt mit Neugierigen sprachen.

Heute nun hielten sie einen Parteitag. Zwei Flaggen wurden an Bäumen befestigt, eine an einem Kinderwagen. Dazwischen saßen ~15 junge langhaarige Männer auf der Wiese und unterhielten sich. Parallel wurde daneben Kubb gespielt.

Damit war es die zweite Parteilversammlung bei der ich hätte teilnehmen können, weil ich sie bemerkte. Die andere war eine Gesprächsrunde der Fraktionder Grünen in der S-Bahn von Berlin nach Potsdam. Von den anderen habe ich noch nie was gehört.

Gottes Turntablerocker

Es sollte Digitalkameras mit Gestenerkennung geben.

Vordergrund

Mit einem Finger tippe ich auf das Display um das Ziels zu fokussieren.

Verschiebe ich 2 Finger in der vertikalen ändere ich die Brennweite, verschiebe ich sie horizontal, ändere ich die Belichtung (Über-/Unterbelichtung)
Für die meisten Benutzer sollte dieser Funktionsumfang ausreichen.

Tippe ich mit dem Zeigefinger zum fokussieren auf mein Motiv, sollte ich dann mit einem Streichen des Mittelfingers über das Display die Schärfentiefe beeinflussen können. Klassisch ändert das die Blende. Etwas neuer gibt es auch einen anderen Ansatz.

Streiche ich mit 3 Fingern über das Display verändere ich vertikal die Belichtungszeit und horizontal die Empfindlichkeit. Beides sind Werte, die eine gute Automatik selbst wählen könnten sollte, sobald ich ihr in einem Menü die erlaubten Extremwerte vorgebe.

Was fehlt noch? Durch einen 2-Finger-Klick könnte ich das Menü aufrufen.

Ein seperater Auslöser ist ganz nett. Ein Doppelklick mit einem Finger sollte es aber auch tun.

Hintergrund

Gesten?

Mausgesten gibt es schon lange. Seit dem Iphone sind sie auch soweit bekannt. Es gibt Kompaktdigitalkameras, deren Rückseite fast vollständig aus einem Display besteht. Sie ließen sich so einfach bedienen. Mit jedem eingesparten Knopf verschwindet ein Kostenfaktor und ein Teil, das kaputt gehen kann. Wasser- und staubdichte Kameras wären leichter und billiger zu realisieren.

Durch Gesten werden Bewegungsmuster des/der Cursor erkannt der ihnen zugeordnete Befehl ausgeführt. Es bedarf eines Vorgangs zum Auslösen der Geste, gefolgt von einer oder mehreren erkennbaren Bewegungen.
Bei Mäusen blieb dann meist ein Klick mit der rechten Maustaste und dann eine oder mehrere Bewegungen übrig.

Einfache Gesten

Die 4 Grundrichtungen hat man sofort zur Verfügung.

Die zusätzliche Verwendung der 4 Diagonalen ist bei Mäusen fehleranfälliger, aber noch praktikabel. Auf Touchpads ist die Cursorbewegung aber nicht relativ zur Hand, sondern relativ zum Pad. Damit sind die Richtungen für kurze Bewegungen nicht mehr so genau. Glücklicherweise gibt es Alternativen.

Zusammengesetzte Gesten

Statt nur eine Bewegung auszuwerten, kann ich auch komplexere Gesten vereinbaren. Bewege ich z.B. mit gedrückter rechter Maustaste die Maus erst nach rechts, dann nach oben, wechsle ich in den nächsten Tab, bewege ich sie erst nach links, dann nach oben, wechsle ich in den vorherigen Tab.
Zu den 4 Gesten in der ersten Stufe kommen weitere 16 in der zweiten. Mehr Stufen sind möglich, aber für mich unpraktikabel, zumal nur wenige Optionen so oft notwendig sind.

Mehrfingergesten

In Zeiten der Touchpads- und screens, die mehrere Finger verfolgen können, kann man die Bewegungsmuster einfach gestalten. Je nach Umgebung sind unterschiedliche Konzepte praktisch.

Tippen vs. Streichen

Tippe ich mit einem Finger auf das Touchpad, löse ich die gleiche Aktion wie die linke Maustaste aus. Tippe ich mit 2 Fingern, will ich die rechte Maustaste auslösen. Mit drei Fingern könnte ich auch für die mittlere Maustaste tippen. Hier hat es sich aber bewährt 2 Finger zeitlich kurz versetzt zu tippen und so eine 1+1 Aktion zu vollführen.

Mit einem Zweifingerklick und einer Bewegung danach könnte ich eine Geste auslösen. Für ein komplexes System wie einen Browser ist das praktisch. Für eine Digitalkamera wäre das übertrieben. Es soll ja auch schnell gehen.

Beim Streichen lass ich das vorherige Tippen weg. Eine parallele Bewegung mit 2 Fingern nach oben und unten führt bei mir zum Scrollen gleich der Mausradbewegung. Mit zwei Fingern horizontal möchte ich zurück und vorwärts navigieren. Mit 1+1 oder 3 Fingern den Tab wechseln.

Wie ich das ganze in Digitalkameras einbaue, steht oben.
Wer Glück hat und ein Beitzer eines halbwegs aktuellen Laptops mit einem Touchpad von Synaptics ist, kann Two-Finger-Scroll probieren. Es läuft auf erstaunlich vielen Geräten. Noch fehlen mir ein paar Optionen, aber die vorhandenen sind sehr praktisch.
Opera hat Mausgesten schon eingebaut, sie sind aber nicht so gut konfigurierbar.
Mausgesten für den Firefox gibt es über Erweiterungen wie All-in-One Gestures oder Fire Gestures.

Tiefenschärfe für Kompaktkameras

Vordergrund

Im Zeitalter von überaus lichtempfindlichen Sensoren, sollte es doch möglich sein 3 Bilder in Folge aufzunehmen, die geringfügung vor und hinter das gewählte Motiv fokussieren. Aus den unterschiedlichen Schärfen sollte sich ein Modell errechnen lassen, durch das ich die Schärfentiefe stufenlos verändern lassen sollte.

Hintergrund

Klassisch sorgt die Physik dafür, das bei Blenden größer als unendlich-klein auf einem Bild nur ein Bereich in bestimmter Entfernung scharf dargestellt wird. Alles was sich davor oder dahinter befindet, wird nicht direkt auf die Zielebene projiziert, sondern fallen dort als unscharfe Objekte auf. Punkte werden zu scheiben.

Manchmal ist das aber wirklich gewollt. Das Motiv hebt sich so besser vom Hintergrund ab. Die Fotografen wollen es haben.

Was nun. Die Schärfentiefe hängt vom Objektivdurchmesser ab.
Je größer das Objektiv ist, desto größer ist seine Offenblende. Je größer der Sensor ist, desto größer muss das Objektiv sein. Je größer die größte Blende in einem Objektivtubus ist, desto höher ist die unerwünschte Randabschattung.
Ich will aber gar kein größer größer größer.

Mit einem kleineren Sensor in einem kleineren Gehäuse muss ich damit in die Trickkiste greifen. Wie das geschehen kann steht oben.

Alternativ zu einem variablen Schärfebereich sollte sich so auch die Auflösung relativ unabhängig von der Sensorauflösung erhöhen lassen. Mit mehren Bildern mit geringfügig unterschiedlichen Blickwinkeln lassen sich dann auch Strukturen kleiner als der Pixelabstand erkennen.

Lost in Space Barbecue

Lost in Space Barbecue

Was macht man als Raumpilot, wenn einem der gerade generalüberholte Raumgleiter die rote "General Error" Lampe zeigt?

Man befindet sich mitten in einem unbekannten Trümmerfeld, wo eigentlich der Supermarkt hätte sein sollen. Der nächste Abschleppdienst ist ärgerliche 3 Parsec entfernt. Das kann noch dauern bis der kommt. Zum Abendessen gibt es wohl auch nichts mehr. Dieser Missstand sollte ja gerade im nicht mehr vorhandenen Supercluster Megastore beseitigt werde. Nunja, mal schauen, ob diese beiden Freaks hier auch ungewollt fest sitzen, oder ob sie freiwillig hier sind.

Nachtrag: Die beiden stellten sich als Juugeeene und Punoccio vor. Sie kommen von Omicron II und wollten eigentlich weiter zu einem Spaßpark ein paar Lj weiter. Dann ging ihnen der Treibstoff aus. So ganz freiwillig sind sie also auch nicht hier. Gut, sie haben mir etwas von ihrem Getränk angeboten, sagten, es wäre nur begrenzt giftig. Mal sehen wie es schmeckt.

Inhalt abgleichen